• Jolina Pfäffle

Preise in der Tierfotografie - So stellen sich die Preise für Dein Fotoshooting zusammen

Du bist gerade auf der Suche nach dem passenden Fotografen für Dein Pferd oder Deinen Hund? Dann ist Dir sicherlich beim Vergleichen schon aufgefallen, wie hoch hier die Preise sein könne und wie sehr sie sich auch oft unterscheiden. Aber dennoch liefern auf den ersten Blick alle Tierfotografen dieselbe Dienstleistung an, wie kann das sein? Um diese Frage ein für alle Mal aus der Welt zu schaffen, habe ich Dir im folgenden Beitrag einige Infos zur Preisgestaltung eines Tierfotografen zusammengestellt.


  • Tierfotografie ist nicht gleich Tierfotografie: Die Dienstleistung Tierfotografie kann je nach Anbieter sehr unterschiedlich aufgestellt sein. Wie bei anderen Fotografen auch gibt es viele die für eine bestimmte Art oder einen bestimmten Look der Bilder spezialisiert sind. Auch das Geschäftsmodell selbst kann sich sehr voneinander unterscheiden und dementsprechend unterschiedliche Kosten aufkommen.

  • Ein Blick hinter die Kulissen: Dieser lohnt sich in Sachen Fotografie im Allgemeinen wenn es um das Nachvollziehen der Preise geht. Der besonders aufwändige und auch kostenintensive Teil eines Fotoshootings spielt sich vor allem abseits der Kamera statt.

  • Die Person hinter der Kamera: Mit dem Kauf einer Kamera und anderem fotografischem Equipment ist der Schritt zum Tierfotografen noch lange nicht vollzogen. Wer gute Arbeit leistet, hat bereits in der Vergangenheit viel Zeit und Geld in seine nun vorhandene Expertise gesteckt.

Was im Fotoshooting Deines Tierfotografen wirklich enthalten ist

Bei den wenigsten Dienstleistern ist es für Außenstehenden direkt ersichtlich, welcher Aufwand sich im Hintergrund genau abspielt. Das gilt in der Regel auch für Tierfotografen. Neben der Zeit für das Fotoshooting, welche meist zwischen 1 und 2 Stunden liegt, investiert Dein Fotograf noch viele weitere davon hinter den Kulissen.


Vor dem Shooting:

Denn bereits vor Deinem Shooting muss bereits einiges getan werden. Zum einen muss natürlich dafür gesorgt werden, dass Du überhaupt erst Deinen Fotografen finden kannst. Dafür muss eine Website betreut, soziale Medien mit Inhalten gefüllt werden und allgemein viel Marketing betrieben werden.


Der Erstkontakt:

Ist das erst einmal geschafft und Du bist mit Deinem Fotografen in Kontakt getreten, wird dieser sich im nächsten Schritt für Dich Zeit nehmen und mit Dir Dein Shooting besprechen. E-Mails werden geschrieben oder Telefonate geführt in denen gemeinsam Wünsche und Ideen zusammengefasst werden um perfekt vorbereitet in das Shooting starten zu können.


Kurz nach dem Shooting:

Sobald der Tag des Shootings dann da ist und alle Bilder von Dir und Deinem Liebling gemacht worden geht es auch schon an die Auswahl der Bilder. Diese fängt ganz klein damit an, dass Deine Bilder geordnet werden und bereits grob aussortiert werden. Je nachdem wie es Dein Fotograf handhabt, wird er Deine Bilder anschließend in eine Auswahl-Galerie hochladen, aus welcher Du Deine Favoriten aussuchen darfst.


Die Bildbearbeitung:

Von da an kommt der langwierige Teil der Arbeit: Die Bearbeitung. Abhängig davon was für Bilder gemacht wurden und wie viele Bilder in Deiner Auswahl enthalten sind, kann die Dauer hierfür variieren. Während für manche Bilder nur 10–15 Minuten aufgewandt werden müssen, können andere Bilder auch mal 45–60 Minuten (oder länger) in Anspruch nehmen. Dieser Zeitaufwand ist vor dem Shooting nur grob einschätzbar.

Pferdebild geöffnet in Photoshop auf einem Laptop
Der zeitliche Aufwand bei der Bildbearbeitung kann die Zeit für das Shooting schnell übertreffen.

Aus diesem Grund bieten viele Fotografen in Ihren Angeboten eine festgelegte Anzahl an Bildern an die bearbeitet werden. So kann sicher gegangen werden, dass Aufwand (Zeit) und Einnahmen in einem guten Verhältnis bleiben. Selbstverständlich auch Fotografen, die das anders handhaben und auf eine andere Weise für ein ausgeglichenes Verhältnis sorgen.


Die Fertigstellung:

Endlich ist es so weit und Deine Bilder sind fertig bearbeitet! Nun bereitet Dein Fotograf alles dafür vor, dass Du diese in vereinbarter Form auch überreicht bekommst. Das kann in Form einer persönlichen Galerie, einem USB-Stick/CD oder auch als Print sein. Je nachdem welche dieser Möglichkeiten genutzt werden, ist natürlich auch hier der Aufwand jeweils unterschiedlich.


Werden Deine Bilder an Dich versendet stecken die meisten Fotografen auch an dieser Stelle noch einmal viel Liebe und Mühe hinein. Denn damit Deine Bilder angemessen bei Dir ankommen, sind liebevoll kreierte Päckchen, hochwertige Datenträger und qualitative Drucke keine Seltenheit. Und das hat sich spätestens dann gelohnt, wenn Du das fertige Ergebnis in den Händen halten darfst. Ein solches Päckchen und sein Inhalt sind etwas ganz besonderes und dafür gemacht, Dir für lange Zeit Freude an Deinen Bildern zu bereiten.


Und welche Kosten verbergen sich dahinter genau?

Verständlicherweise klingt das ganze dann doch oft noch etwas Abstrakt, wenn man selbst noch keinen Einblick in den Alltag eines Tierfotografen haben konnte. Deshalb findest Du hier eine Auflistung typischer Kostenstellen, die sich hinter den einzelnen Schritten verstecken:

  • Equipment (Kamera, Objektive, Computer, Speichermedien, …)

  • monatliche Kosten für die Bearbeitungssoftware

  • monatliche Kosten für die Online-Auswahl-Galerie

  • Hosting der Website

  • Portokosten bei Versand von Speichermedien oder Drucken

  • Verpackungskosten

  • Rücklagen

  • IHK Beitrag

  • Versicherung

  • Weiterbildung

Das war die doch noch sehr grobe Zusammenfassung davon, was sich hinter Kulissen vor und nach Deinem Shooting abspielt. All diese Handgriffe und noch viele weitere sind notwendig um aus Deinem Shootingtag einen werden zu lassen an dem man sich auch nach Jahren noch gerne zurückerinnert.


Die Person hinter der Kamera


Wenn Du Dich für einen Tierfotografen entscheidest spielen da ganz klar viele Faktoren eine Rolle. Einer davon ist der Bildstil des Fotografen. Ein Blick in das Portfolio gibt dabei schon einmal einen guten Einblick, welche Bilder Dich nach einem Shooting erwarten können.


Und genau an diesem Punkt geht es um das eigentliche Kapital eines guten Tierfotografen. Seine Expertise, die er in der Vergangenheit sammeln konnte, die seine Bilder zu dem machen, was sie sind. Das entscheidende Merkmal, wenn es darum geht sein Angebot als Tierfotograf und als Künstler der man als solcher ist von anderen abzuheben.


Dafür sind meist einige Jahre notwendig in denen meist selbstständig gelernt und ausprobiert werden muss. In eigeninitiative werden Workshops besucht, es wird sich mit Fotografen ausgetauscht und Feedback eingefordert. Ganz klar entwickelt sich auch das Equipment mit einem selbst weiter und so werden auch in Hinblick darauf im Laufe der Zeit einige Investitionen getätigt.


Der Weg um mit seinen Bildern als Tierfotograf dort anzukommen, wo man es sich selbst wünscht, ist ein langer. Wie es in vielen (kreativen) Berufen ist, nimmt dieser aber nie ein wirkliches Ende. Kaum scheint der Weg zu Ende, ergibt sich nach der nächsten Biegung ein weiterer. Um auch diesen erfolgreich begehen zu können, muss auch dann weiter gelernt, geübt und investiert werden.


Hier siehst du einmal ein Beispiel von mir. Das Linke Bild ist eines von 2012, das rechte von 2020. Beide sollten ungefähr das selbe zeigen, sehen aber dennoch recht unterschiedlich aus. Die Weiterentwicklung des Wissens, des Equipments und natürlich der des eigenen Geschmacks machen sich Jahr für Jahr in den Bildern bemerkbar.


Pferd auf Weg mit Zaumzeug
2020
Pferd vor Gebäude mit Zaumzeug
2012

Fazit

Wenn Du Deine Bilder nach einem Shooting gehst, sollst Du vor allem eins sehen: Dich und wie Du mit Deinem Vierbeiner eine gute Zeit hast. Deshalb ist es auch vollkommen in Ordnung, wenn Du nicht kleinlichst darüber Bescheid weißt welche Aufgaben Dein Tierfotograf auch vor und nach Deinem Shooting erledigen muss.


Dennoch kann es Dir vielleicht eine Hilfe sein, um es Dir insbesondere bei der Auswahl Deines Fotografen besser nachvollziehbar zu machen wie genau sich ein solcher Preis zusammensetzen kann.


Wie bereits erwähnt handelt es sich bei dieser Aufstellung nicht um etwas das sich auf jeden Tierfotografen anwenden lässt. Mit Sicherheit sind aber einige Punkte dabei die sich bei vielen wiederfinden.